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  • haendcheninhand

Zeugnis für das deutsche Schul-und Bildungssystem 2021

Das deutsche Schul- und Bildungssystem hat noch große Schwierigkeiten, sich im Vergleich mit anderen Ländern zu behaupten. Es ist nicht bereit, sich endlich grundlegenden Veränderungen gegenüber zu öffnen, die es so nötig bräuchte.



Stur und steif macht es immer wieder die gleichen Fehler, kümmert sich nicht um die Individualität der Schüer/innen und der Elternhäuser, sondern möchte mit den Methoden von ewig vorgestern das Lernen erzwingen, auch wenn alle weinen.


Das gilt sowohl für die praxisferne Lehrerausbildung als auch für die lebensfremden Unterrichtsinhalte. Längst sollte es Fächer wie Meditation, Glück und Selbstliebe geben. Aber unser System gibt sich einfach nicht genug Mühe! Es ist zu faul, neue Wege zu gehen und klopft sich stattdessen lieber auf die Schulter, dass alles noch gerade so zu funktionieren scheint.


In Wirklichkeit ist die Sozialkompetenz des deutschen Schulystems sehr schlecht ausgeprägt. Es verschärft soziale Unterschiede der Schüler, wie kaum ein anderes System in Ländern mit vergleichbarem Lebensstandard. Es selektiert, es ignoriert, es langweilt seine Schüler/innen und sorgt dafür, dass die Freude am Lernen mit jedem Jahr, das man in der Schule verbringt, abnimmt und man am Ende seiner Schullaufbahn zwar Vieles mal gehört aber nichts verinnerlicht hat und schon gar nicht weiß, was man SELBST vom Leben will. Es beschäftigt zu viele Lehrer, die Kinder nicht wertschätzen, es beschäftigt Lehrer, die Kinder beschämen und kränken. Es beschäftigt Lehrer, die Kinder nicht verstehen.


Es funktioniert nur noch mit Ach und Krach, weil es eben auch viele Lehrer gibt, die Kinder wertschätzen, die ihr Möglichstes tun aber auf denen alles abgeladen wird und die unter der Last zusammenzubrechen drohen, weil sie sehen, was falsch läuft, weil sie den Schmerz der Kinder und Eltern fühlen, weil sie spüren, dass sich die Zustände immer mehr zuspitzen werden und die Leidtragenden nicht die sind, die die Leitung inne haben. Es funktioniert nur noch mit Ach und Krach, weil es freie Schulen gibt, die es besser machen wollen, deren Wartelisten man meist um die Stadtmauer wickeln könnte.


Auch die emotionale Intelligenz des Schul- und Bildungssystems lässt zu wünschen übrig. Noten und Leistungsdruck lassen keinen Platz für Gefühle, individuelle Stärken und Schwächen, strenge Lehrpläne und Zeitvorgaben lassen keinen Raum für Genie und Potentialentfaltung, auch hier müssen wir die Leistung leider mit Ungenügend bewerten.


Zu allem Überfluss verteidigt dieses Schul- und Bildungssystem, man muss schon sagen frech, seit Jahrzehnten die Schulpflicht, die unsere Kinder in dieses mehr als mangelhafte System zwingt und beraubt sich so selbst der Chance auf eine Verbesserung durch alternative Bildungswege. Freilernergruppen und Homeschoolingkinder könnten wertvolle Impulse und Anregungen für ein neues, frisches Begleitungssystem geben. Anstatt Bildungsvielfalt im Rahmen einer Bildungspflicht, besser noch, eines Bildungsrechts zu nutzen und zu integrieren, werden die Menschen, die die Lage des Bildungssystems messerscharf erfasst haben und neue Wege gehen möchten, kriminalisiert. Und das obwohl es nicht mal einer Grundgesetzveränderung bedarf, diese Schulgebäudeanwesenheitspflicht, die einem ganz dunklen Kapitel unserer Geschichte entspringt, zu wandeln.


Alles in Allem, wenn man die Maßstäbe an unser Schul- und Bildungssystem anlegt, denen sich seine Schüler/innen Tag für Tag unterwerfen müssen, kann man mit traurigem, gesenkten Blick nur sagen, setzen, 6!





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